Dokumentation

Wikipedia- Eintrag über Leo Trepp

Dokumentarfilm “Der letzte Rabbiner”, ein Film von Christian Walther

Geo- Epoche- Reportage über Leo Trepp (2010) von Susanne Frömel

ZEIT- Artikel von Leo Trepp über Raphael Samson Hirsch

Trepps Hommage an Samson Raphael Hirsch zu seinem 200. Geburtstag erschien am 12. Juni 2008 in DIE ZEIT. Trepp verknüpft die Würdigung des Begründers der Neo-Orthodoxie mit einem historischen Abriss über die Stellung der Juden zu Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Hirsch wuchs zu Zeiten auf, in denen sich der jüdische Glaube zwischen Reformern und Orthodoxen, also zwischen Offenheit für Veränderung, beispielsweise im Gottesdienstablauf, einerseits und streng auf die Tradition ausgerichteten Gemeinden andererseits bewegte. Trepp nimmt Bezug zu Lehre und Leben dieses ehemaligen Oldenburger Landesrabbiners, dessen Position er später bekleiden sollte, und präsentiert in warmen, achtungsvollen Worten die Lehre Hirschs: alle Menschen – ob Juden oder Nichtjuden – mit Respekt, Gerechtigkeit und Liebe zu behandeln und Gottes Gesetz treu zu bleiben, und jedoch ganz in dieser Welt zu sein.

Den ganzen Zeitungsartikel finden Sie hier.

Nigune Magenza– Jüdische liturgische Gesänge aus Mainz

Buchcover Nigune Magenza

Im Schott Verlag erschienen, dokumentiert der Band die liturgischen Gesänge der  jüdischen Gemeinde in Mainz, die von Generation zu Generation mündlich überliefert wurden. Rabbiner Leo Trepp begriff diese Gesänge seit früher Kindheit als Teil seines Glaubens und sang sie voller Inbrunst. Der Erhalt bzw. das Überleben der Gesänge ist ihm zu verdanken, sonst wäre dieses Stück des jüdischen Kulturguts verloren gegangen. Nachdem die jüdische Gemeinde im Jahre 1938 von den Nazis ausgelöscht worden war, schienen auch die Melodien verschwunden. Doch Trepp bewahrte die Melodien zeit seines Lebens im Gedächtnis auf – sie sind dank ihm heute wieder zugänglich.
Das Buch umfasst Gesangsaufnahmen der Melodien so wie die Notenblätter der Gesänge. Diese Dokumentation ist ein wunderbares Erbe der jüdischen Gemeinde in Mainz und Teil einer langjährigen Musikgeschichte.

Hören Sie hier ein Beispiel der Kaddischgesänge.

Ein weiteres Hörbeispiel: der polnische Kaddisch.

Den Link zur Bestellung des Buches inkl. 2 CDs mit den Nigune Magenza- Gesängen finden Sie hier.

Gedenkrede von Leo Trepp vor dem rheinland-pfälzischen Landtag (2005)

 © KLaus Benz
Rheinland-pfälzischer Landtag

Im Rahmen der Gedenksitzung für die Opfer des Nationalsozialismus hielt Prof. Dr. Leo Trepp am 27. Januar 2005 vor dem rheinland-pfälzischen Landtag eine  aufrüttelnde Gedenkrede. Trepp sprach in der Gedenksitzung, in der unter anderem Landtagspräsident Christoph Grimm und Ministerpräsident Kurt Beck anwesend waren, über den Umgang mit der Vergangenheit des Nationalsozialismus in Deutschland heute. Die heutige Generation habe keine Schuld an den unsäglichen Verbrechen, die damals im Namen der Nationalsozialisten begangen wurden. Die Aufgabe der Deutschen heute sei es, eine vorbildliche Rolle im Kampf gegen Antisemitismus und Menschenhass einzunehmen. Antisemitismus bezeichnet Trepp als „Virus“, der sich in den Köpfen der politischen und gesellschaftlichen Führungseliten und somit auch im deutschen Volk breit gemacht hatte. Um dem heute wieder ansteigenden Rechtsradikalismus die Stirn zu bieten, müssten deutsche Bürger und Bürgerinnen Verantwortung übernehmen und sich aktiv für Bildung und ein offenes Gespräch über Antisemitismus einsetzen.

Anschließend fand ein Gespräch zwischen Leo Trepp und Schülerinnen und Schülern aus vier Schulen statt, die mit ihm über Themen wie den interreligiösen Austausch zwischen Christentum, Judentum und Islam, aber auch zivilgesellschaftliche Anliegen wie die Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus sprachen. In Gemeinschaftsprojekten erarbeiteten die Jugendliche Ideen, Workshops und Veranstaltungen für eine tolerante, verantwortungsbewusste und partizipierende Gesellschaft.

Das Dokument der Schriftenreihe des rheinland-pfälzischen Landtags, welches die Originalrede Leo Trepps sowie die Ansprache Kurt Becks beinhaltet, finden Sie hier.

Rede an der Universität Würzburg (2010)

Anlässlich des 75. Jubiläums seiner Promotion hielt Leo Trepp im Mai 2010 in Würzburg den Vortrag “Würzburg – die Stadt, ihre Universität und ihre Juden”. Im Jahre 1935 hatte Trepp, der sein Studium in Berlin begonnen hatte und aufgrund zunehmendem Druck auf seine Familie durch die Nazis politischen Spannungen mit den Nazis an die Universität Würzburg gewechselt hatte, promovierte Trepp zum Thema „Taine, Montaigne, Richeome– Ihre Auffassungen von Religion und Kirche– Ein Beitrag zur französischen Wesenskunde“. In bewegenden Worten berichtet er von seinen Erfahrungen, den Schwierigkeiten und dem Druck, unter dem er als junger Mann während der Machtergreifung der Nazis als wahrscheinlich letzter Jude die Püfungen für seine Promotion ablegte.

Seit 2010 ist Leo Trepp Ehrenmitglied der Universität Würzburg.
Berichterstattung über die Auszeichnung von Leo Trepp finden Sie hier auf der Website der Universität Würzburg. 

Unten stehend eine private Originalaufnahme der Rede an der Uni Würzburg:

Sederabend zum Pessach mit Rabbiner Leo Trepp (2010)

In einem Kurzportrait für den amerikanischen Radiosender NPR erzählt der 97-jährige Leo Trepp von seiner Vergangenheit als Rabbiner zu Beginn der 1930er Jahre in Deutschland, später in den USA. Nach der Reichspogromnacht im Jahre 1938 wurde Trepp ins KZ Sachsenhausen gebracht, kurz darauf gelang ihm die Emigration in die USA. Während der Vorbereitung des Beitrags filmte der Journalist Lonny Shavelson Rabbiner Leo Trepp im Kreis seiner Freunde und Familie bei der Feier am Sederabend zu Beginn des Pessach-Festes und gibt Einblicke in die Zeremonie des Festes:

Kommentare sind geschlossen.