Gunda Trepp über ihren verstorbenen Ehemann Leo Trepp, die Vereinnahmung der Schoa und Wege jüdischen Erinnerns

16. April 2026
Portrait von Leo Trepp
Schoa-Erinnerung ohne Juden

Der Essay von Gunda Trepp in der Jüdischen Allgemeinen erinnert an das Leben und Denken ihres Mannes Leo Trepp und verbindet persönliche Erfahrungen mit grundsätzlichen Fragen zur Erinnerung an die Schoa. Ausgehend von historischer Verfolgung und dem nationalsozialistischen Massenmord als Höhepunkt des Antisemitismus wird die heutige Erinnerungskultur kritisch betrachtet. Der Text problematisiert eine zunehmende Verallgemeinerung, in der spezifisch jüdische Perspektiven in universellen Deutungen aufgehen. Auch politische und mediale Narrative werden hinterfragt, wenn sie das Gedenken entleeren oder instrumentalisieren. Anhand von Beispielen aus Literatur und öffentlicher Debatte zeigt sich die Spannung zwischen notwendigem Erinnern und seiner Vereinnahmung. Abschließend stellt der Text die Frage, wie ein differenziertes und zukunftsfähiges Erinnern gelingen kann.

zum Essay in der Jüdischen Allgemeine