Arbeitsmethoden und Formate

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Informationen für Eure Arbeit zu bekommen. 
 

  • Beginnen könnt Ihr mit einem Brainstorming: Was genau wollt Ihr herausfinden? Wie lauten Eure Fragen dazu?
  • Mit einer Internetrecherche sammelt Ihr nicht nur Wissen. Manchmal führen die Ergebnisse auch zu neuen Ideen und Ergänzungen. Wo beginnen? Tipps findet Ihr in den Materialien, die wir für Euer Bundesland zusammengestellt haben.
  • Sicherlich gibt es Bücher zu Eurem Thema. Einige erste Ideen findet Ihr in unserer Aufstellung unter Unterstützung und Materialien. Büchereien und Unibibliotheken haben nicht nur Literatur, sondern oft auch Informationen zum Hören und Ansehen.
  • Vielleicht könnt Ihr Interviews mit Personen führen, die sich gut in dem Bereich auskennen. Gibt es jüdische Gemeinden in Eurer Nähe? Oder kennt Ihr Jüdinnen oder Juden? Fragt nach!
  • An vielen Orten engagieren sich Vereine oder kleinere Museen für die Dokumentation jüdischen Lebens. Sie könnten nicht nur gutes Material haben, sondern Euch womöglich zudem helfen, indem sich Mitarbeiter mit Euch unterhalten. Sprecht sie an!
  • Ihr könnt Quellen wie Bilder, Videos oder Dokumente untersuchen, die Euch Auskunft über jüdisches Leben in Deutschland geben. Was wird in den Quellen ausgesagt? Wer spricht und zu wem? Welches Bild vom Judentum wird präsentiert? Welche Botschaft wird vermittelt und was haltet Ihr davon? Mögliche Quellen für Eure Analyse findet ihr unter Unterstützung und Materialien.

Format

Ihr könnt das Format Eurer Arbeit aus der nachfolgenden Palette wählen:
 

  • Wandzeitung: Die Wandzeitung illustriert die Projektergebnisse auf großem Format – maximal DIN A0 – für die Öffentlichkeit. Eine Wandzeitung lockt Leser mit ansprechender optischer und konzentrierter Gestaltung an, gibt einen guten Überblick. Sie enthält Texte, Fotos, Schaubilder, eigene Zeichnungen etc. so dass man schnell einen Überblick gewinnt.
  • Multimedia-Präsentation: Eine Multimedia-Präsentation besteht aus einer Kombination von Medien wie z.B. Texten, Fotos, Grafiken, Animationen, Audio- oder Videosequenzen und einem verbindenden Vortragstext. Die Multimedia-Präsentation (z.B. PowerPoint, Open Office Impress) wird am Computer erstellt und dann in Vortragsform einer Adressatengruppe präsentiert. Der gesprochene Text wird in der Audiospur des Programms hinterlegt, kann abgespielt oder bei einer Präsentation auch frei gesprochen werden. Unabhängig davon soll der Vortragstext in der Kommentarzeile jeder Folie eingefügt werden. Umfang: Maximal 20 Folien, Ton-/Filmbeiträge sollen insgesamt fünf Minuten nicht überschreiten. Bei der Wahl des Programms sollte darauf geachtet werden, dass sich die Präsentation auch an anderen Endgeräten mit gängiger Software öffnen lässt.
  • Theaterstück: Vielleicht möchtet ihr euer Thema auf die Bühne bringen und ein Theaterstück einstudieren und aufführen! Es sollte nicht länger als 20 Minuten dauern. Im Idealfall führt Ihr das Stück auf und videographiert diese Aufführung. Sendet Euer Video und das geschriebene Stück als Werkstücke ein.
  • Infotafeln: Eine Infotafel-Ausstellung präsentiert wichtige Ergebnisse einer Projektarbeit. Die insgesamt maximal 10 Tafeln haben jeweils das Format DIN A2 und enthalten Fotos, Bilder und/oder Zeichnungen, verbunden mit erläuternden, informativen Texten. Das gemeinsame Layout verknüpft die verschiedenen Infotafeln. Im Idealfall präsentiert Ihr Eure Infotafeln in der Schule oder in Eurem Ort und berichtet über die Rückmeldung der Besucher*innen.
  • Künstlerische Darstellungsformen: Eure Arbeitsergebnisse und Erfahrungen fließen in kreative Umsetzungsformen wie Bilder (max. DIN A1), Collagen (max. DIN A1) oder Installationen (max. 1x1 m, ggf. fotografisch dokumentieren) ein. Fertigt dazu einen ausführlichen Werkbericht, der nachvollziehen lässt, welche Ideen, Erkenntnisse und Empfindungen in die Darstellung eingeflossen sind. Präsentiert das Werk der (Schul-)Öffentlichkeit und berichtet von der Resonanz.  
  • Video/Film: Videos oder Filme stellen Ergebnisse, Aussagen und Ziele eines Projektes in bewegten Bildern und Ton dar. Sie dokumentieren Arbeitsergebnisse, enthalten (nach-)gespielte Szenen, Archivaufnahmen, Interviewsequenzen. Filmen könnt Ihr mit dem Smartphone, ein/e Moderator/in führt ggf. durch den Film. O-Kommentare, Texte, Bilder und Musik können mit Gestaltungselementen wie Zeichnungen, Comics, Legetechniken, Animationen usw. wechseln. Die Präsentationsform kann eine Mischung von Elementen der Dokumentation, des Spielfilms und des Erklärvideos miteinander verbinden. Erklärvideos sind kurze Filme, in denen komplexe Inhalte oder Vorgänge knapp und leicht verständlich dargestellt werden. Sie verpacken den Inhalt oft in eine kleine Geschichte (Storytelling) mit Einspielungen, 3-D-Elementen und Tricktechniken. Dauer max. 15 Minuten, das Video/der Film sollte mit allen gängigen MediaPlayern problemlos abgespielt werden können.
  • Podcast: Ein Podcast-Beitrag, eine Audiodatei im MP3-Format (Dauer maximal 15 Minuten), lässt sich unterschiedlich umsetzen: Elemente von Hörspiel, Dokumentation und Reportage werden zu einem informativen (und kritischen) Hörbeitrag verbunden. Das wird z.B. durch Sprecher- und Szenenwechsel, das Einblenden von kurzen Statements, Kurzinterviews, Archivaufnahmen oder Musik erreicht. Auch Originalgeräusche im Hintergrund oder als Überleitung vor Wortbeiträgen können für Abwechslung sorgen und so zu einer spannenden Präsentation führen. Den Podcast-Beitrag kann man u.a. mit einem Smartphone aufnehmen und am Computer mit kostenloser Schnittsoftware weiter bearbeiten.
  • Leseheft: Ein Leseheft (im Format DIN A5 oder A4, maximal 20 Seiten) informiert mit unterschiedlichen Texten und Bildern über Ereignisse. Das Leseheft ist originell gestaltet, bebildert und fordert zum Lesen und Nachdenken auf. Die Texte sollen Leserinnen und Leser nicht nur sachlich richtig informieren, sondern ihnen auch persönliche Gedanken und Gefühle schildern. Dafür eignen sich z. B. Tagebucheintragungen, (Experten-) Interviews, Berichte, Erzählungen. Passende Fotos, Zeichnungen, Comics usw. dienen der Erklärung, sowie dem besseren Verständnis und belegen Aussagen. Das Leseheft kann in digitaler oder analoger Form gestaltet werden.

Achtet bei allen Präsentationsformen darauf:
 

  • Zitate aus anderen Texten müssen gekennzeichnet und mit der genauen Quellenangabe versehen werden.
  • Auch Informationen aus dem Internet unterliegen dem Urheberrecht und dürfen nicht einfach in eigene Arbeiten übertragen werden.
  • Werden Daten von Internetseiten übernommen, muss immer die Quelle angegeben werden, das gilt auch für Bilder, Fotos und Grafiken etc. und die Kopie von Ton- und Filmsequenzen.