Wer wir sind und was uns antreibt - Unsere Aufgabe

Die Stiftung ist eine gemeinnützige, unpolitische Einrichtung. Sie folgt keiner der religiösen Strömungen im jüdischen Leben. Sie steht für ein sich stets weiterentwickelndes Judentum – die jüdische Lehre, die Philosophen, Rabbiner und Gelehrte von Beginn an vertreten haben – angefangen bei den Verfassern der Mischna und Gemara über Solomon ben Isaac (Rashi) und Moses ben Maimon (Maimonides) über Samson Raphael Hirsch bis hin zu modernen Denkern wie Hermann Cohen, Franz Rosenzweig, Martin Buber, Mordecai Kaplan und Emmanuel Levinas. Die Stiftung steht, im Sinne ihres Namensgebers, für ein Judentum, das alle Menschen als gleichberechtigt anerkennt, unabhängig von Geschlecht, sexueller Identität und Orientierung, Rasse, Hautfarbe und Religion. Sie geht davon aus und unterstützt das Ziel, dass Juden in Deutschland eine selbstbewusste jüdische Identität entwickeln und leben können auf die Weise, die für sie die richtige ist.

Die Leo Trepp Stiftung sieht den Staat Israel als jüdische Heimstätte und als einen Zufluchtsort an, zu dem die überwältigende Mehrheit der Juden weltweit eine besondere Beziehung hat. Ideell unterstützt die Stiftung alle Bemühungen, sowohl in Deutschland als auch in Israel, die Pluralität des Judentums zu stärken. Daneben soll und wird sie sich nach allen Kräften dafür einsetzen, das Wissen von Nichtjuden über das lebendige Judentum, über jüdische Ethik und Kultur und über das Leben der Juden in Deutschland und im jüdischen Staat zu verbessern.

Die Stiftung möchte in Rabbiner Trepps Sinn dazu beitragen, das Judentum relevanter zu machen in der täglichen politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Juden sollen nicht vorrangig als Opfer wahrgenommen werden, sondern als Bürger, die aus ihrer Religion, Ethik und Kultur heraus wichtige Beiträge zu gesamtgesellschaftlichen Fragen leisten können.

Neben der Vermittlung jüdischen Wissens stellt sich die Stiftung der Aufgabe, deutschen Bürgern die Geschichte Israels näherzubringen, wie auch das aktuelle Leben im jüdischen Staat. Darüber hinaus sollen die Instrumente der Stiftung, darunter diese Website helfen, die Erinnerung wachzuhalten an die Juden, die vor der Schoah in Deutschland lebten. Ihre Diversität, ihr intellektuelles Ringen um Antworten, auf welchen Feldern auch immer, ihr liberaler Patriotismus und das selbstverständliche Anwenden ihrer Religion und der jüdischen Ethik im Alltag, wie es besonders die neo-orthodoxen Juden praktizierten, können uns auch heute noch, und gerade wieder viel lehren.