Ideen und Hilfen

  • Hier ein paar mögliche Themenschwerpunkte und einige Ideen, wie man sie umsetzen kann. Bringt gerne auch Eure persönliche Meinung und Haltung zum gewählten Thema in Euer Werkstück ein, wenn es sich anbietet.
Jüdische Pioniere im deutschen Sport
Deutsch-jüdische Sportler während des Nationalsozialismus und in der Emigration
  • Viele deutsch-jüdische Sportler haben Deutschland verlassen, nachdem sie vom öffentlichen Leben ausgeschlossen wurden. Recherchiert über den Überlebensweg von Sportlern, die sich in der Emigration ein neues Leben aufbauen konnten. Einigen gelang dies nicht. Sie wurden ermordet oder begingen Selbstmord. Hier einige Beispiele stellvertretend für viele: 
  • In den 1920er Jahren gehörten mit Ilse Friedleben und Nelly Neppach zwei jüdische Frauen zur absoluten Spitze des deutschen Tennis.
  • Ilse Friedleben gewann die deutschen Meisterschaften im Dameneinzel sechsmal und stand über Jahre an der Spitze des deutschen Damentennis. Als jüdische Sportlerin wurde sie nach 1933 ausgegrenzt. Sie floh in die Schweiz.
  • Nelly Neppach war 1925 deutsche Meisterin im Damentennis. Bereits Anfang1933 wurde sie aus dem Deutschen Tennisbund ausgeschlossen und nahm sich daraufhin im Alter von 34 Jahren das Leben.
    https://www.tebe.de/geschichten/eine-mutige-frau/
  • Gretel Bergmann: Hochspringerin, floh 1933 zunächst nach England, kehrte zeitweise zurück und emigrierte 1937 endgültig in die USA. 
     
  • Martha Jacob: Deutsche Meisterin im Speerwurf 1929, floh 1933 nach London und ging später nach Südafrika.
  • Daniel Prenn: Erfolgreicher Tennisspieler und Nationalspieler, verließ Deutschland 1933 nach Großbritannien, setzte seine Karriere erfolgreich fort und emigrierte später nach England/USA.
Fußball – eine Leidenschaft
Jüdische Sportler der Gegenwart
  • Auch heute gibt es viele erfolgreiche jüdische Sportler, die in den unterschiedlichsten Sportarten zur Weltspitze zählen. Hier nur ein paar Beispiele – sicher findet Ihr weitere interessante Persönlichkeiten:  
    Der 1931 in Berlin geborene deutsch-israelische Basketballspieler Ralph Klein überlebte den Holocaust und war einer der ersten Israelis, die in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg einen Trainerposten übernahmen. Er starb 2008 in Ramat Gan (Israel).
  • Einer der erfolgreichsten Schwimmer aller Zeiten ist der Amerikaner Mark Spitz, der bei den olympischen Spielen in München 1972 sieben Goldmedaillen jeweils mit Weltrekordzeit gewann. 
  • Die Schwimmerin Sarah Poewe wurde 1983 in Kapstadt in Südafrika geboren. Sie ist die erste jüdische Athletin, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine Medaille für Deutschland gewinnt. Außerdem war sie von 2002-2012 siebzehnmal deutsche Meisterin. Ihre sind 100m und 200m Brust. 
  • „Sandy“ Sanford Koufax ist ein amerikanischer Basketballspieler, der als einer der besten Werfer aller Zeiten gilt. Er startete seine Karriere 1955 im Alter von zwanzig Jahren.
  • Der in Kalifornien geborene Julian Edelman hat seine Karriere als American Footballspieler inzwischen beendet. 2025 wurde er von Fans als 37. in die „Patriots Hall of Fame” gewählt. 
  • Eine beliebte Sportart ist Schach. Dafür stehen erfolgreiche Schachspieler wie Garry Kasparov, Bobby Fischer und Emanuel Lasker.
    https://www.juedische-allgemeine.de/religion/spiel-der-koenige-2/ 
  • Der in Adelaide/Australien als Sohn ägyptischer Juden geborene Danny Hakim entdeckte den Kampfsport Karate für sich, den er bei einem japanischen Meister erlernte. Er gewann zweimal eine Silbermedaille. 2003 ging er nach Israel und gründete die gemeinnützige Organisation “Budo for Peace”, die junge Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Konfliktregionen zusammenbringt.
    https://taz.de/Sport-fuer-Verstaendigung/!6137364/ 
    https://www.budoforpeace.org/
Jüdische Sportler und Antisemitismus

Immer wieder werden jüdische Sportler auch in der Gegenwart bedroht und diskriminiert. Ein schrecklicher Höhepunkt war der Terrorangriff auf die israelischen Teilnehmer der Olympiade 1972 in München. Aber auch Boykottdrohungen führen regelmäßig zu Anfeindungen. Das erlebt gerade der jüdische Sportbund Makkabi immer wieder, der jüdische Sportler weltweit regelmäßig zu einer Art jüdischer Olympiade zusammen bringt. Im Januar 2023 fanden die ersten Makkabi Deutschland WinterGames in Ruhpolding statt – ein historisches Ereignis: Zum ersten Mal seit 87 Jahren wurden wieder internationale jüdische Winterspiele ausgetragen – die allerersten auf deutschem Boden. Makkabi-Vereine gibt es in vielen deutschen Städten – vielleicht auch bei Euch? Sie freuen sich über jede Unterstützung und Ihr könnt direkt vor Ort etwas über die Arbeit erfahren.

https://www.blz.bayern.de/theyre-all-gone--das-olympiaattentat-1972.html 
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/juedisches-leben-in-deutschland-2021/342695/juedischer-sport-und-antisemitismus/  https://makkabi.de/wintergames-2023/ 
https://makkabi.de/