Unsere praktische Arbeit

Wir möchten die neue Generation ermutigen, der Verantwortung, die Leo Trepp ihr überträgt, gerecht zu werden, und unseren Teil dazu beitragen. Bilder von Juden können sich schnell wandeln zu Stereotypen und zum „Gerücht über die Juden“, wie Theodor Adorno den Antisemitismus nannte. Wir streben an, Bilder und Vorstellungen zu ersetzen durch Wissen.

Besucher der Website sollen Spaß am Klicken haben und sich inspirieren lassen, mehr zu lesen und zu lernen über die älteste der drei monotheistischen Religionen. Wir haben uns bemüht, die einzelnen Themen so zu gestalten, dass sie allen dienen können – sowohl Jugendlichen, für die dies die erste Begegnung mit dem Judentum ist, als auch Historikern und Judaisten, die Texte für Forschung und Lehre nutzen wollen. Zudem ermutigen wir die Besucher, auch die Seiten unserer Kooperationspartner zu nutzen, die das Wissen aus verschiedenen Perspektiven anreichern.

Herzstück der Stiftungsarbeit ist der Leo-Trepp-Schülerpreis, um den sich Klassen bewerben können – mit Projekten aller Art, die sie zur jüdischen Kultur und Ethik erarbeiten, und in denen sie sich mit jüdischer Geschichte und Ethik und dem Leben und Denken früherer und heutiger Juden, und dem Judentum insgesamt beschäftigen. Wir setzen bewusst auf junge Menschen und vor allem auf Schüler*innen, die in den herkömmlichen Unterrichtsstunden kaum etwas über Religion und Leben der Juden erfahren. Zu wissen, wer man selbst ist, und echtes Interesse an der Weltsicht des oder der Anderen zu haben, ist die beste Grundlage für konstruktive Dialoge und eine gemeinsame Zukunft.

Wir ermutigen Lehrer*innen durch intensive Hilfeleistung, an dem Wettbewerb teilzunehmen und in Zukunft mehr über das Judentum zu lehren und mehr Wissen über jüdische Menschen und ihre Kultur zu vermitteln. Die teilnehmenden Klassen werden von der Stiftung mit verschiedenen Mitteln in ihrer Projektarbeit unterstützt. Die Homepage der Leo Trepp Stiftung will die Schüler*innen zum eigenen Recherchieren, Lernen und Forschen einladen. Daneben arbeiten wir mit verschiedenen Partnern wie den „Jewish Places“ des Jüdischen Museums Berlin zusammen.

Außerdem wollen wir junge Menschen auf bestehende informative Websites zum Thema ‚Jüdisches Leben‘ und ‚Judentum‘ aufmerksam machen. Deutschlandweit gibt es wichtige Websites, die beispielsweise vom Zentralrat der Juden in Deutschland oder anderen Organisationen wie der Kultusministerkonferenz der Länder in Kooperation mit dem Zentralrat gestaltet worden sind. Daneben bieten auch die beteiligten Bundesländer und zahlreiche Vereine, jüdische Gemeinden, Hochschulen und Initiativen in den Ländern interessante Programme an, mit denen wir unsere Website verlinkt haben.

Offiziell geht es am 14. September 2021 los, wenn der Wettbewerb im rheinland-pfälzischen Mainz seinen Auftakt feiert. Von da an wird der Preis langfristig in jedem Jahr ausgerufen. Durch das über eine lange Zeit währende Projekt soll es gelingen, in Kooperation mit vielen Beteiligten dazu beizutragen, dass jüdisches Leben als selbstverständlicher Bestandteil der deutschen Gesellschaft wahrgenommen wird und antisemitische Stereotype abgebaut werden.

Die Stiftung arbeitet derzeit mit den folgenden Bundesländern zusammen, in denen der Wettbewerb gestartet wird: Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen. Ehe die Stiftung den Wettbewerb auf weitere Bundesländer ausweitet, möchte sie Erfahrung und Wissen sammeln.

Schirmherrin und Schirmherr des Leo Trepp-Schülerpreises sind Frau Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern K.d.ö.R.

Ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland K.d.ö.R

und

Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus