In unserer gesamten Arbeit geht es um jüdische Lebendigkeit und Selbstermächtigung. Und damit auch um Sichtbarkeit. Dafür steht das Thema ‘Jüdische Sportkarrieren’. Sich gemeinsam zu engagieren, sich aneinander zu messen, hat die Menschen von jeher zusammengebracht. Juden und Jüdinnen haben sich an sportlichen Aktivitäten und Wettbewerben beteiligt, sobald es ihnen gesellschaftlich möglich wurde. Schon der Talmud setzt sich mit gesunder Lebensweise auseinander. Gleichzeitig verpflichten die Rabbinen Eltern zum Beispiel, ihrem Nachwuchs das Schwimmen beizubringen. Was in erster Linie dem Schutz der Kinder dienen sollte. Gleichzeitig aber zeigt es, dass körperliche Betätigung nichts war, das die antiken Rabbiner als unvereinbar mit dem für sie wichtigen Lernen der heiligen Schriften ansahen. Wir wollen die Schüler*innen ermutigen, sich mit der Vielfalt des jüdischen Lebens im Sport auseinanderzusetzen. Jüdinnen und Juden boxen, heben Fußbälle ins Tor und jagen Tennisbällen hinterher. Und sie alle vereinbaren ihre Jüdischkeit mit ihrer Leidenschaft auf ihre eigene Weise. In dem diesjährigen Wettbewerb können die Teilnehmer*innen verschiedene Facetten dieser Diversität entdecken und erforschen.